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Gebühren und Orderausführung9 Min. Lesezeit

Maker- und Taker-Gebühren bei Krypto-Perpetuals: So werden Orders berechnet

Erfahren Sie, wann eine Perpetual-Ausführung als Maker oder Taker gilt, wie Gebühren auf den Kontraktwert berechnet werden und warum ein Limitauftrag nicht immer den Maker-Satz erhält.

In diesem LeitfadenMaker und Taker bezeichnen die Ausführung, nicht den Trader

Kurze Zusammenfassung

Ein Maker stellt Liquidität ins Orderbuch und wartet auf eine Ausführung; ein Taker handelt gegen bestehende Orders und entnimmt Liquidität. Die Sätze können unterschiedlich sein, doch die Rolle wird für jede Ausführung anhand des Orderbuchs bestimmt – nicht allein durch die Wahl zwischen Limit- und Market-Order.

Maker und Taker bezeichnen die Ausführung, nicht den Trader

Ein Maker lässt eine Order für andere Marktteilnehmer im Buch stehen. Ein Taker nimmt eine oder mehrere vorhandene Orders an. Dasselbe Konto kann bei einer Ausführung Maker und bei einer anderen Taker sein; es ist keine dauerhafte Eigenschaft einer Person oder Strategie.

Eine Kauf-Limitorder unter dem aktuellen Briefkurs kann warten und später Maker-Liquidität liefern. Liegt sie am oder über dem Briefkurs, kann sie sofort ausgeführt werden und Liquidität nehmen. Eine Market-Order nimmt üblicherweise vorhandene Liquidität und kann mehrere Preisstufen durchlaufen.

Eine Limitorder garantiert keinen Maker-Satz

„Limit“ legt die Preisgrenze fest, nicht ob eine Order wartet. Überschreitet sie das Buch und wird sofort ausgeführt, kann der Taker-Satz gelten. Post-only kann eine sofort ausführbare Order stornieren; dann gibt es keinen Fill und auch keine Garantie für eine spätere Ausführung.

Ein Teil kann sofort ausgeführt werden, während der Rest im Buch bleibt. Spätere Gegenorders können den Rest ausführen. Prüfen Sie deshalb jede Ausführung nach Menge, Preis und Maker/Taker-Kennzeichnung, statt pauschal einen Satz auf die ganze Order anzuwenden.

Abstraktes Orderbuch mit ruhenden Orders und einem kreuzenden Ausführungspfad für hinzugefügte oder entnommene Liquidität.
Maker stellt wartende Liquidität bereit, Taker handelt gegen bestehende Orders. Die Gebührenrolle wird je Fill nach den Plattformregeln bestimmt.

Gebühren auf den Ausführungswert berechnen

Bei einem linearen Kontrakt lautet die typische Beispielrechnung: Handelsgebühr = ausgeführter Nominalwert × Gebührensatz. Menge mal Ausführungspreis ergibt häufig den Nominalwert in der Notierungswährung. Multiplikator, Rundung, Gebührwährung und Kontosatz ergeben sich jedoch aus den Produktbedingungen. Eröffnung und Schließung werden getrennt berechnet.

Inverse Kontrakte können eine andere Wertformel und eine Gebühr in der Basiswährung haben. Bybits Beispiele verwenden für lineare USDT- und inverse Kontrakte unterschiedliche Rechnungen. Übertragen Sie deshalb keine Formel ungeprüft zwischen Kontrakttypen.

Ein hypothetischer Roundtrip vergleicht beide Sätze

Angenommen, eine lineare Long-Position entspricht 0,5 BTC, wird bei 64.000 USD eröffnet und bei 65.000 USD geschlossen. Nur zur Veranschaulichung nehmen wir 0,02 % Maker und 0,05 % Taker an; das ist kein aktueller Kontosatz. Beim Einstieg beträgt der Nominalwert 32.000 USD, also 6,40 oder 16 USD Gebühr. Beim Ausstieg sind es 32.500 USD, also 6,50 oder 16,25 USD.

Zwei Maker-Fills kosten zusammen 12,90 USD, zwei Taker-Fills 32,25 USD. Der Brutto-Preisgewinn beträgt 500 USD; nach diesen Gebühren bleiben 487,10 beziehungsweise 467,75 USD, bevor Spread, Slippage oder Funding berücksichtigt werden. Eine wartende Order kann jedoch ungefüllt bleiben oder einen anderen Preis erzielen.

Kontosatz und Ausführungsbeleg abgleichen

Ein niedrigerer Maker-Satz bedeutet nicht automatisch geringere Gesamtkosten. Eine Order kann nur teilweise oder gar nicht ausgeführt werden; währenddessen kann sich der Markt bewegen. Ein Taker-Fill kostet möglicherweise mehr, setzt aber schneller um. Vergleichen Sie den Gesamtablauf anhand tatsächlicher Preise, Gebühren, Funding und Restposition.

Prüfen Sie vorab Börse, Kontrakt, linear oder invers, Kontoregion, VIP- oder Volumenstufe und Gültigkeitsdatum. Bybit weist darauf hin, dass tatsächliche Sätze regional abweichen können, und verweist auf die persönliche Gebührenseite. Bewahren Sie anschließend je Fill Menge, Preis, Rolle, Satz, Währung und Zeitstempel auf.

Quellen und weiterführende Lektüre

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