Geldkurs, Briefkurs, Mittelwert oder Mark Price: Welchen Optionspreis nutze ich?
Unterscheiden Sie angezeigte Kauf- und Verkaufsbereitschaft von indikativen Optionswerten, die keinen Ausführungspreis garantieren
Kurzantwort
Ordnen Sie das Preisfeld der richtigen Frage zu. Geld- und Briefkurs zeigen die angezeigte Kauf- und Verkaufsbereitschaft. Der Mittelwert ist reine Arithmetik; beim Mark Price ist die Definition des Anbieters entscheidend. Keiner dieser Werte garantiert eine spätere Ausführung.
Geld- und Briefkurs zeigen gegensätzliche Interessen
Der Geldkurs ist der höchste angezeigte Käuferpreis, der Briefkurs der niedrigste angezeigte Verkäuferpreis in diesem Moment. Sie sind nützliche aktuelle Grenzen, doch Preise und Größen können sich ändern, bevor eine Order eintrifft. Auch die angezeigte Menge verspricht nicht, dass eine bestimmte Stückzahl vollständig ausgeführt wird.
Für eine Kaufoption oder Verkaufsoption ist der Geldkurs der unmittelbarere Bezugspunkt für einen möglichen Verkauf und der Briefkurs für einen möglichen Kauf. Die Geld-Brief-Spanne zwischen beiden ist ein Teil der praktischen Handelskosten.
Der Mittelwert ist eine Rechnung, keine Order
Der Mittelwert ergibt sich aus Geldkurs plus Briefkurs geteilt durch zwei. Er kann eine einheitliche Momentaufnahme liefern, aber kein Marktteilnehmer muss zu diesem Preis handeln. Bei breiter Spanne kann der Wert präzise wirken und trotzdem weit vom sofortigen Ausstiegspreis entfernt bleiben.
Bei Geld 2,00 $ und Brief 3,00 $ liegt der Mittelwert bei 2,50 $. Eine Oberfläche kann damit einen Wert von 250 $ für einen Standardkontrakt anzeigen, obwohl die unmittelbare Verkaufsgrenze nur 200 $ beträgt, noch vor Größe, Gebühren und Preisverbesserung. Beide Zahlen beantworten unterschiedliche Fragen.
Ein Mark Price braucht eine Definition neben der Zahl
Anbieter können „Mark Price“ für verschiedene Bewertungsverfahren verwenden. In diesem Leitfaden bezeichnet er einen indikativen Mittelwert zwischen Geld und Brief, nicht eine ausführbare Quote. Broker, Clearingstellen oder Berichtswerkzeuge können einen anderen Ansatz nutzen; zwei Bildschirme dürfen sich daher unterscheiden, ohne dass einer davon ein aktuelles Marktangebot sein muss.
Lesen Sie Anbieter und Methode neben dem Wert. Ein Mark Price kann für gleichbleibende Szenariovergleiche nützlich sein, sollte aber nicht als Preis behandelt werden, zu dem eine eigene Order zwingend ausgeführt wird.
Zeit und Spanne vervollständigen den Preis
Eine Prämie ohne Beobachtungszeit und ohne beide Marktseiten ist unvollständig. Prüfen Sie Spannweite, fehlende Quoteseiten, Größen und die Bewegung des Basiswerts seit der Aktualisierung. Diese Punkte zeigen, ob ein sichtbarer Gewinn, Verlust oder Zieltreffer auf einem indikativen Wert statt auf einer möglichen Transaktion beruht.
Nehmen wir an, ein Mark Price steigt von 1,80 $ auf 2,20 $, während die Quote 1,70 $ zu 2,70 $ lautet. Der Mark zeigt 0,40 $ Zuwachs, aber der Geldkurs von 1,70 $ erlaubt noch keinen Verkauf auf diesem Niveau. Die Optionskette muss im Entscheidungszeitpunkt erneut geprüft werden, nicht nur bei der Berechnung.
Eine Zahl passend zum Prüftermin wählen
Nutzen Sie Geld- und Briefkurs für aktuell angezeigte Ausführungsgrenzen. Verwenden Sie einen klar beschrifteten Mittelwert oder Modellwert für einen konsistenten Szenariovergleich. Bewahren Sie Quote-Zeit, Größe und Spanne neben jedem ausgewählten Preis auf und prüfen Sie den Markt erneut, bevor Sie ein Ziel als erreicht ansehen.
Der gespeicherte Referenzwert ersetzt keine erneute Prüfung des aktuellen Markts.
Häufige Fragen
Ist der Mittelwert der faire Wert einer Option?
Er ist eine neutrale arithmetische Referenz, kein Beleg für einen fairen Wert. Ein breiter oder einseitiger Markt kann den Mittelwert zu einer schwachen Schätzung machen; reale Käufer und Verkäufer können innerhalb oder außerhalb der angezeigten Spanne handeln.
Welchen Preis sollte ich für einen möglichen Ausstieg ansehen?
Prüfen Sie aktuellen Geldkurs, Briefkurs, Größen und Zeitstempel statt sich auf einen einzelnen Mark Price zu verlassen. Orderanweisung und Marktlage entscheiden, ob und zu welchem Preis eine Ausführung erfolgt.
Warum zeigen zwei Bildschirme unterschiedliche Mark Prices?
Der Begriff kann je nach Anbieter Mittelwert, Modellbewertung oder operative Berechnung meinen. Lesen Sie die verwendete Definition, bevor Sie die Zahlen miteinander vergleichen.