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ETF-Körbe im Detail13 Min. Lesezeit

XLF, VFH und IYF: Finanz-ETF-Bestände und Überschneidungen analysiert

Vergleich von XLF, VFH und IYF: Indexuniversum, Banken, Versicherer, Zahlungsnetze, zeitgleiche Bestände und die Swaps von VFH.

In diesem LeitfadenIst ein Finanz-ETF dasselbe wie ein Banken-ETF?

Kurze Zusammenfassung

XLF, VFH und IYF tragen Finanzwerte im Namen, halten aber unterschiedliche Aktienkörbe. Am 24. September 2026 hatten XLF und IYF 63 Aktien gemeinsam. XLF hielt Visa und Mastercard mit 8.15% beziehungsweise 5.95%; im Aktienbestand von IYF fehlten beide Ticker. IYF nutzt die ICB-Klassifikation von FTSE Russell, unter der diese Zahlungsnetzwerke zu den Industriewerten gehören. Universum, Klassifikation, Gewichtung und Umsetzung unterscheiden sich. Die folgenden Momentaufnahmen sind weder eine Rangliste der Wertentwicklung noch eine Prognose.

Ist ein Finanz-ETF dasselbe wie ein Banken-ETF?

Geschäftsbanken verdienen unter anderem an Einlagen und Krediten, Versicherer an Versicherungsprämien und Kapitalanlagen, Kapitalmarktunternehmen an Handel und Emissionen. Vermögensverwalter und Zahlungsnetzwerke haben wiederum andere Ertragsquellen. Ein Finanzindex legt fest, welche dieser Geschäftsmodelle er als Finanzwerte einordnet und welche Unternehmensgrößen er berücksichtigt.

Verglichen werden der Financial Select Sector Index von XLF, der MSCI US IMI Financials 25/50 Index von VFH und der Russell 1000 Financials 40 Act 15/22.5 Daily Capped Index von IYF. XLF beginnt beim S&P 500; die anderen beiden nutzen jeweils ein anderes, breiteres US-Aktienuniversum.

Die Emittentenbestände von XLF und IYF stammen vom 24. September 2026, diejenigen von VFH und dem Vergleichsfonds VOO vom 31. August 2026. Nur innerhalb dieser Paare stimmen die Stichtage überein. Eine nebeneinander dargestellte Zahl macht aus verschiedenen Daten keinen zeitgleichen Vergleich.

Indexuniversum und Branchenzuordnung unterscheiden sich

XLF wählt die Finanzunternehmen aus dem S&P 500. Dazu zählen Finanzdienstleister, Versicherer, Banken, Kapitalmarktunternehmen, Hypotheken-REITs und Konsumfinanzierer. Das ist ein US-Large-Cap-Universum, keine vollständige Liste aller amerikanischen Finanzunternehmen. Fonds und Index meldeten am 24. September jeweils 76 Titel. State Street XLF. Die Auswahl der Finanzunternehmen aus dem S&P 500 erfolgt nach GICS. S&P Financial Select Sector.

Die Gewichte beruhen auf der um den Streubesitz bereinigten Marktkapitalisierung und werden bei den geplanten Quartalsanpassungen begrenzt. Übersteigt das berechnete Gewicht eines Unternehmens 24%, wird es auf 23% gekappt. Wiegen Unternehmen mit jeweils mehr als 4.8% gemeinsam über 50%, wird wiederholt das kleinste Unternehmen dieser Gruppe auf 4.5% reduziert; überschüssiges Gewicht wird auf andere Indexmitglieder verteilt. Referenzdatum ist der Mittwoch vor dem zweiten Freitag im März, Juni, September und Dezember. Die Änderungen gelten nach Handelsschluss am dritten Freitag des jeweiligen Monats. Werden am vorletzten Geschäftstag eines Quartalsendmonats dieselben Schwellen von 24% oder 50% überschritten, kann nach Handelsschluss am letzten Geschäftstag des Monats eine zusätzliche Anpassung wirksam werden. Anders als bei IYF handelt es sich nicht um eine täglich geprüfte Auslöseregel. Zwischen den Überprüfungen können sich tatsächliche Gewichte durch Marktbewegungen verändern. S&P U.S. Indices Methodology.

VFH meldete am 31. August 424 Aktien. Sein MSCI US IMI Financials 25/50 Index kann große, mittlere und kleine US-Finanzunternehmen umfassen. Die 25/50-Regeln begrenzen bei den vorgesehenen Neugewichtungen einzelne Unternehmensgruppen und die Summe größerer Gruppen. Sie bedeuten keine Gleichgewichtung und keine unveränderlichen täglichen Fondsgrenzen. MSCI US IMI Financials 25/50; MSCI 2026-08.

Die veröffentlichte MSCI-25/50-Methodik begrenzt bei der regelmäßigen Gewichtsfestlegung jede Unternehmensgruppe auf 25% und die Summe aller Gruppen über 5% auf 50%. Bei der Umverteilung gelten vorsichtigere Pufferziele von 22.5% und 45%; für den zweiten Puffer werden Gruppen über 4.5% zusammengezählt. Mehrere Aktienklassen desselben Unternehmens können zu einer Gruppe gehören. Die Umsetzung erfolgt regelmäßig viermal jährlich. Das sind keine unabhängigen täglichen Tickergrenzen; auch die rechtliche Diversifikations- oder RIC-Einstufung des Fonds folgt nicht allein aus dem Indexnamen 25/50. MSCI 25/50 (2024-10).

Der Prospekt von IYF vom 31. August 2026 nennt die Finanzwerte des Russell 1000 nach ICB. Dieses Universum besteht überwiegend aus großen und mittleren US-Unternehmen. Die quartalsweisen Ziele des aktuellen 40 Act 15/22.5 Index liegen bei 15% je Unternehmen und insgesamt 22.5% für Unternehmen oberhalb von 4.5%. Separat löst eine Summe oberhalb von 24% für Unternehmen mit mehr als 4.8% eine tägliche Neuberechnung aus. Auslöser und Quartalsziele sind unterschiedliche Regeln. iShares IYF 2026; FTSE Russell 2026.

IYF wechselte am 20. September 2021 zum heutigen Russell-Benchmark. Zuvor verwendete der seit 2000 bestehende Fonds Dow-Jones-Finanzindizes, zeitweise mit Kappung. Seine gesamte Historie wurde folglich nicht durch den heutigen Index bestimmt. iShares IYF.

Visa und Mastercard machen den Unterschied sichtbar

XLF meldete am 24. September Visa (V) mit 8.149448% und Mastercard (MA) mit 5.948586%. Zusammen sind das bei voller Quellpräzision 14.098034%, gerundet 14.10%. Unter sämtlichen 142 Aktienzeilen von IYF fehlen beide Ticker; sie fehlen also nicht bloß in dessen Top Ten. XLF 2026-09-24; IYF 2026-09-24.

Die ICB-Regeln von 2026 ordnen Transaction Processing Services den Industrial Support Services innerhalb der Industriewerte zu. Die Russell-1000-Industrials-Unterlagen vom Mai 2026 führen Visa und Mastercard Class A ausdrücklich in dieser Unterbranche. Das erklärt die Klassifikationsdifferenz zwischen IYF und XLF. ICB v5.1; Russell 1000 Industrials 2026-05.

Visa und Mastercard betreiben Zahlungsnetze für Autorisierung, Verarbeitung und Abwicklung. Kartenkredite vergeben typischerweise die kartenausgebenden Banken. Ihre ETF-Gewichte sind deshalb keine direkten Bankkreditgewichte. Das Fehlen dieser zwei Titel in IYF besagt auch nicht, dass sämtliche Zahlungsdienstleister aus jedem Finanzfonds ausgeschlossen sind. Visa 2025; Mastercard 2025 Form 10-K.

Warum Berkshire Hathaway mehr als Banken und Versicherungen umfasst

Berkshire Hathaway ist ebenfalls differenziert zu betrachten. Die ETFs halten Aktien der Holding, nicht unmittelbar deren börsennotiertes Anlageportfolio. Berkshire betreibt neben Versicherungen auch Eisenbahn-, Energie-, Versorgungs-, Industrie-, Dienstleistungs- und Einzelhandelsgeschäfte. Ein XLF-Gewicht von 12.23% ist daher keine reine Versicherungs- oder Bankenposition. Die Beteiligungen innerhalb von Berkshire ohne gesonderte Durchschauanalyse hinzuzuaddieren würde indirekte Anlagen doppelt zählen. Berkshire Hathaway 2025.

Konzeptbild verschiedener Finanzgeschäftsmodelle und gemeinsamer Positionen in ETF-Körben
Konzeptionelle Illustration der Zusammensetzung und Überschneidung; keine tatsächlichen Positionen, Stückzahlen oder Gewichte.

Die Branchenaufteilung von XLF umfasst mehr als Banken

State Street meldete für XLF am 24. September 2026 folgende Branchengewichte: Finanzdienstleistungen 29.51%, Banken 27.99%, Kapitalmärkte 25.72%, Versicherungen 12.81% und Konsumfinanzierung 3.97%. Die gerundeten Angaben summieren sich auf 100% und zeigen die erhebliche Gewichtung außerhalb der Banken.

Die Branchenübersicht ist nicht gleichbedeutend mit der Darstellung in der Bestandsdatei. Dort enthält das Sektorfeld nur einen Strich. Aus dieser Datei lassen sich Berkshire, Visa oder JPMorgan deshalb nicht direkt den Branchensummen der Produktseite zuordnen. Die Branchenaufteilung ist eine vom Anbieter veröffentlichte Gruppierung, während die folgenden Berechnungen einzelne Unternehmen gewichten. Daraus wird kein Unternehmensanteil innerhalb einer Branchenkategorie abgeleitet. State Street XLF.

Konzentration der größten Positionen im Jahr 2026

Die Tabelle zeigt die vom jeweiligen Anbieter ausgewiesenen direkten Aktiengewichte; sie wurden nicht auf 100% skaliert. XLF und IYF: 24. September; VFH: 31. August. Addiert man bereits auf zwei Stellen gerundete XLF-Top-Ten-Werte, erhält man 57.52%. Die Addition der sechsstelligen Rohwerte und anschließende Rundung ergibt dagegen 57.51%; letzteres Verfahren wird hier verwendet. XLF; VFH; IYF.

Die Tabelle ordnet die drei Fonds nicht an einem gemeinsamen Stichtag. Kursbewegungen und Indexänderungen seit August fehlen bei VFH. Top-Ten-Gewichte beschreiben Konzentration, berechnen aber weder Volatilität, Verlustwahrscheinlichkeit noch Korrelation und beweisen keine größere Sicherheit.

RangXLF · 2026-09-24VFH · 2026-08-31IYF · 2026-09-24
1Berkshire Hathaway (BRK.B) · 12.23%JPMorgan Chase (JPM) · 10.13%Berkshire Hathaway (BRK B) · 11.73%
2JPMorgan Chase (JPM) · 11.70%Berkshire Hathaway (BRK/B) · 7.61%JPMorgan Chase (JPM) · 11.29%
3Visa (V) · 8.15%Mastercard (MA) · 5.12%Bank of America (BAC) · 4.22%
4Mastercard (MA) · 5.95%Bank of America (BAC) · 4.31%Goldman Sachs (GS) · 3.76%
5Bank of America (BAC) · 4.74%Visa (V) · 4.22%Wells Fargo (WFC) · 3.73%
6Goldman Sachs (GS) · 3.49%Goldman Sachs (GS) · 3.03%Citigroup (C) · 3.53%
7Wells Fargo (WFC) · 3.23%Wells Fargo (WFC) · 2.80%Morgan Stanley (MS) · 3.51%
8Morgan Stanley (MS) · 3.05%Morgan Stanley (MS) · 2.69%BlackRock (BLK) · 2.62%
9Citigroup (C) · 2.88%Citigroup (C) · 2.40%Charles Schwab (SCHW) · 2.60%
10Charles Schwab (SCHW) · 2.10%Charles Schwab (SCHW) · 1.94%S&P Global (SPGI) · 1.90%
Top-Ten-Summe · 57.51%Top-Ten-Summe · 44.26%Top-Ten-Summe · 48.89%

Die Aktienzahl ist kein Maß für die gesamte wirtschaftliche Exposition

Die XLF-Datei enthält neben 76 Aktien Geldmarkt-/Barpositionen und eine Futures-Zeile. IYF meldet neben 142 Aktien Geldmarktfonds, Bargeld, Sicherheiten und zwei Futures. Auch bei einem auf 0.00% gerundeten Futures-Gewicht kann ein Nominalbetrag bestehen. Aktienzahl, Dateizeilen und Indexmitgliederzahl sind verschiedene Größen.

Bei IYF sind FAZ6 und IXAZ6 jeweils mit 0.00% ausgewiesen, ihre Nominalbeträge betragen jedoch 732,940 beziehungsweise 9,488,500 US-Dollar. Ein gerundetes Nullgewicht bedeutet daher keine fehlende Futures-Exposition. IYF 2026-09-24.

VFH weist neben 424 Aktien Reserven und sieben Total-Return-Swaps (TRS) aus. Direkte Visa-Aktien stehen mit 4.22201%, eine separate Visa-TRS-Zeile mit 2.51985% im Datensatz. Daraus lässt sich keine bestätigte gesamte Visa-Exposition von 6.74186% ableiten. Die Vergleichbarkeit der Swap-Bewertung mit Aktienmarktwert oder Vertragsnominal ist nicht belegt.

Im VFH-Datensatz summieren sich die percentOfFunds-Felder auf 94.21342% für 424 direkte Aktien, 2.84442% für drei Reservepositionen und 2.94227% für sieben Derivatezeilen. Zusammen sind das 100.00011%; die kleine Differenz ist eine Rundungsdifferenz, kein Anlass zur Neuskalierung. Die 434 Detailzeilen des Geldmarktreservefonds sind keine zusätzlichen VFH-Aktien. Die wiederholten Einträge unter allocationToUnderlyingFunds werden nicht nochmals addiert. Alle sieben TRS-Zeilen enthalten keinen Aktienticker; notionalValue bleibt jeweils leer. Weder die Summe noch die Feldbezeichnung beweist, dass Derivategewichte mit direkten Aktiengewichten als wirtschaftliche Gesamtexposition addierbar sind. VFH 2026-08-31.

Die folgenden Überschneidungen vergleichen ausschließlich direkt gehaltene Aktien anhand von Tickern oder Identifikatoren. Sie addieren weder Derivategegenparteien, Basiswerte, Nominalbeträge noch deltaangepasste Expositionen. Sie messen somit nicht die vollständige wirtschaftliche Sensitivität, die Korrelation oder den Tracking Error. VFH 2026-08-31.

XLF und IYF unterscheiden sich auch am selben Stichtag

Am 24. September teilen XLF und IYF 63 Emittententicker. Diese machen in XLF 79.313661% aus; in IYF ergeben die mit zwei Dezimalstellen veröffentlichten Gewichte 88.36%. Die symmetrische Hilfskennzahl summiert je gemeinsamem Ticker das kleinere der beiden Gewichte: 77.895595%, gerundet 77.90%.

79.31% beantwortet die Frage, welcher Anteil von XLF auch in IYF vorkommenden Tickern zugeordnet ist. 88.36% beantwortet sie aus IYF-Sicht. 77.90% ist die Summe der Mindestgewichte, keine Aussage über identische Fondsvermögen oder Renditekorrelation. JPM wiegt etwa 11.70% gegenüber 11.29%, Berkshire 12.23% gegenüber 11.73%; Visa und Mastercard gehören nicht zur gemeinsamen Menge.

Die Schreibweisen BRK.B bei XLF und BRK B bei IYF wurden ausdrücklich anhand des übereinstimmenden Namens Berkshire Hathaway Class B verbunden. Die IYF-Datei enthält keine CUSIP-Spalte für diese Prüfung. Andere Ticker wurden nur bei übereinstimmender Anbieterbezeichnung verglichen. Das pauschale Entfernen von Satzzeichen könnte unterschiedliche Aktienklassen oder Unternehmen fälschlich zusammenführen.

VFH und VOO: ein eigener Vergleich mit gleichem Stichtag

Eine vollständige XLF-Datei zum 31. August wurde nicht gefunden. Anfragen nach diesem historischen Datum bei IYF ignorierten das Datum oder lieferten eine Webseite statt Beständen. Diese Antworten wurden nicht als historische Daten verwendet. Deshalb gibt es hier keine vermeintlich zeitgleichen Vollkorbvergleiche von XLF mit VFH oder VOO.

Für VFH und den Vanguard S&P 500 ETF (VOO) liegen dagegen Aktiendateien vom 31. August vor. Nach CUSIP stimmen 76 direkte Aktienpositionen überein. Ihre Gewichte summieren sich in VFH auf 81.10342%, in VOO auf 12.22192%. Der Unterschied passt zu einem Finanzsektorfonds gegenüber einem Fonds auf den gesamten S&P 500. VOO-Bestände vom 31. August 2026.

Die Summe der kleineren gemeinsamen Gewichte beträgt ebenfalls 12.22192%: Bei jeder der 76 Positionen war das VOO-Gewicht kleiner oder gleich. Das gilt nicht automatisch für andere Fondspaare. Die Kennzahl umfasst keine Derivate, Tochterunternehmen oder vollständige Finanzexposition und beschreibt keine Renditekorrelation. VFH.

Wie verändert eine ETF-Mischung das Gewicht eines Unternehmens?

Eine hypothetische Mischung aus 80% VOO und 20% VFH ergibt mit den JPM-Gewichten vom 31. August: 0.80 × 1.44070% + 0.20 × 10.13339% = 3.179238%, rund 3.18%. Der Anteil der gemeinsamen Menge von 76 direkt gehaltenen Aktien in dieser Mischung beträgt 0.80 × 12.22192% + 0.20 × 81.10342% = 25.99822%, rund 26.00%. Letzteres ist ein gewichteter Anteil der gemeinsamen Aktienmenge, keine neue symmetrische Überschneidungskennzahl.

Das sind statische Rechnungen, keine Empfehlung oder Renditesimulation. Derivate von VOO und VFH bleiben ausgeschlossen. Kurse verändern Gewichte; zur Beibehaltung der Zielmischung sind Umschichtungen nötig. Deren Zeitpunkt, Steuern, Gebühren und Ausführungspreise sind nicht berücksichtigt. Verschiedene Stichtage beliebig zu mischen würde keine tatsächliche Tagesexposition darstellen.

Bei einer hälftigen Mischung von XLF und IYF ergeben sich aus dem gemeinsamen September-Stichtag rechnerisch 4.074724% direkte Visa-Aktien und 2.974293% Mastercard. IYF enthält beide Ticker nicht. Auch diese mechanische Rechnung beschreibt keine optimale Mischung; Kurse und Aufnahmeentscheidungen können sich ändern.

Banken, Versicherer und Zahlungsnetze reagieren unterschiedlich auf Zinsen

Banken reagieren auf Kreditzinsen, Einlagen- und Refinanzierungskosten, Kreditnachfrage, Risikovorsorge und Gebühren. Höhere Zinsen können Krediterträge erhöhen, zugleich aber Finanzierung verteuern und Kreditqualität belasten. Große Banken betreiben zudem Handel, Karten- und Vermögensverwaltungsgeschäfte. JPMorgan Chase 2025.

Bei Versicherern wirken Prämien, Schäden, Schadenquoten, Reserven und Kapitalerträge zusammen. Höhere Wiederanlagerenditen sind nur ein Einfluss neben Bewertungen bestehender Anlagen, Garantien, Vertragsverlängerungen und Schadeninflation.

Zahlungsnetze hängen unter anderem von Zahlungsvolumen, grenzüberschreitenden Transaktionen, Gebühren und Zusatzdiensten ab. Konsum, Reisen, Regulierung, Wettbewerb sowie Beziehungen zu Händlern und Banken bleiben Risiken. Vermögensverwalter, Börsen, Ratingagenturen und Broker reagieren wiederum auf Vermögenspreise, Handelsvolumen, Mittelzuflüsse und Marktaktivität.

Weder „höhere Zinsen heben Finanz-ETFs“ noch „weniger Banken bedeutet defensiver“ folgt daraus. Künftige Kurse hängen auch von Ergebnissen, Bewertungen und bereits eingepreisten Erwartungen ab. Hier wurden keine Szenario-Regressionen oder Renditeprognosen durchgeführt.

Kosten und Zusammensetzung gehören zusammen

Die Produktangaben im September 2026 nennen jährliche Gesamtkosten von 0.08% für XLF, 0.09% für VFH und 0.37% für IYF. Bei unveränderten 10000 US-Dollar entsprechen diese rechnerisch 8, 9 und 37 Dollar pro Jahr. Tatsächlich werden Fondskosten laufend im Nettovermögen berücksichtigt, dessen Wert schwankt. Provisionen, Geld-Brief-Spanne, Steuern, Tracking-Differenz und Kontokosten fehlen in dieser Näherung. XLF; VFH; IYF.

Ein niedriger Preis ersetzt keinen Vergleich der Zusammensetzung: XLF konzentriert sich auf S&P-500-Finanzwerte, VFH umfasst ein breiteres GICS-Universum einschließlich kleinerer Unternehmen, IYF nutzt Russell 1000 und ICB ohne V und MA im betrachteten Aktienbestand.

Der Börsenpreis muss nicht dem Nettoinventarwert entsprechen. In unruhigen Märkten können Spreads, Auf- und Abschläge zunehmen. Sampling, Futures und Swaps können dazu führen, dass Aktienliste, Indexzusammensetzung und wirtschaftliches Risiko nicht deckungsgleich sind.

Welchen Finanzkorb möchten Sie vergleichen?

Beginnen Sie mit der gewünschten Fragestellung: S&P-500-Finanzwerte einschließlich Visa und Mastercard, ein breiteres MSCI-Finanzuniversum oder nach ICB eingeordnete Russell-1000-Finanzunternehmen? Prüfen Sie dafür Universum, Klassifikation, größte Titel und die jeweiligen Gewichtungsregeln. Das sind Vergleichsschritte, keine Kaufempfehlungen.

Laden Sie Bestände mit gleichem Stichtag herunter und trennen Sie Aktien, Bargeld, Sicherheiten, Futures und Swaps. Prüfen Sie abweichende Ticker anhand von Identifikatoren, ohne Aktienklassen automatisch zusammenzulegen. Skalieren Sie Gewichte nicht ohne Begründung auf 100%; dokumentieren Sie Rundungsdifferenzen.

142 Aktien können trotzdem etwa 23% in den größten beiden Titeln konzentrieren. Mehrere Finanz-ETFs können Berkshire oder JPMorgan mehrfach gewichten und zusätzliche Zahlungsnetz-, Versicherungs- oder Kapitalmarktexposition schaffen. Aktienüberschneidungen machen das sichtbar, erfassen aber keine vollständige Unternehmens- und Derivaterisikoanalyse.

Dieser Beitrag beschreibt US-notierte Fonds und US-Indexregeln. Handelbarkeit, Besteuerung, Währungsumtausch, ausländische Fondsregeln und Kontoschutz für Personen außerhalb der USA müssen gesondert für den jeweiligen Markt und das Konto geprüft werden.

Häufige Fragen

Q1Wie stark überschneiden sich XLF und IYF am selben Tag?

Am 24. September 2026 sind 63 Ticker gemeinsam: 79.313661% des XLF-Fondsgewichts und 88.36% bei IYF. Die Summe der kleineren Gewichte beträgt 77.895595%. Stichtag, Anbieternenner, Tickerzuordnung und Beschränkung auf direkte Aktien gehören zur Definition; es ist keine Korrelation.

Q2Warum fehlen Visa und Mastercard in IYF?

Im Bestand vom 24. September fehlen beide Ticker. IYF nutzt ICB, wo Transaction Processing Services zu den Industriewerten zählen. FTSE Russell führt beide Class-A-Aktien entsprechend; diese Klassifikation unterscheidet sich von den Finanzindizes von XLF und VFH.

Q3Ist der günstigste ETF immer besser?

Kosten müssen zusammen mit Zusammensetzung, Branchenzuordnung, Positionsgewichten, Spreads und Tracking-Differenz betrachtet werden. Die Kostenquote allein bestimmt weder Risiko noch Eignung.

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