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Inflation und Beschäftigung10 Minuten Lesezeit

Phillips-Kurve: Inflation, Arbeitslosigkeit und ihre Grenzen

Erfahren Sie, wie die Phillips-Kurve Inflation und Arbeitsmarktreserven verknüpft, wie Erwartungen und Angebotsschocks wirken und wo das Modell endet.

In diesem LeitfadenWas die Phillips-Kurve beschreibt

Kurze Zusammenfassung

Die Phillips-Kurve ist ein Rahmen, um zu beschreiben, wie Inflation mit ungenutzten wirtschaftlichen Kapazitäten zusammenhängen kann, etwa mit Arbeitslosigkeit oder freien Produktionskapazitäten. In gängigen kurzfristigen Varianten können angespannte Bedingungen den Preisdruck erhöhen. Erwartungen, Angebotsschocks, Messentscheidungen und wirtschaftspolitische Reaktionen können den Zusammenhang jedoch verschieben oder verdecken. Die Kurve ist kein dauerhaftes Menü, mit dem sich jede gewünschte Arbeitslosenquote gegen eine passende Inflationsrate eintauschen ließe.

Was die Phillips-Kurve beschreibt

Die Phillips-Kurve ist eine Familie empirischer Zusammenhänge und Modelle, keine universelle Linie. In der geläufigen Lehrbuchdarstellung besteht kurzfristig ein negativer Zusammenhang zwischen Inflation und Arbeitslosigkeit: Ist der Arbeitsmarkt angespannt, konkurrieren Unternehmen womöglich stärker um Beschäftigte. Löhne und Kosten können schneller steigen, und ein Teil der Kosten kann in die Preise eingehen. Lässt die Nachfrage nach und nehmen freie Kapazitäten zu, kann der Preis- und Lohndruck nachlassen. Das ist ein mögliches Muster, kein Gesetz für jeden Monat und jedes Land.

Der Name geht auf eine Studie von A. W. Phillips aus dem Jahr 1958 über das Vereinigte Königreich zurück. Sie untersuchte den Zusammenhang zwischen Arbeitslosigkeit und der Änderungsrate der Geldlöhne über einen langen historischen Zeitraum. Im Mittelpunkt stand also nicht jede moderne Messung der Verbraucherpreisinflation. Spätere Ansätze erweiterten die Idee um Preisauftrieb, Erwartungen, Angebotskosten und breitere Maße der Ressourcenauslastung. Der [Überblick der Federal Reserve Bank of San Francisco zur ursprünglichen Phillips-Kurve]({source:frbsfOriginalPhillipsCurve2021}) erläutert diesen Unterschied.

Das ist wichtig, wenn man Grafiken vergleicht. Eine Darstellung von Arbeitslosigkeit und Lohnwachstum misst etwas anderes als eine von Arbeitslosigkeit und CPI- oder PCE-Inflation. Ein Modell kann statt der Arbeitslosenquote auch die Produktionslücke, offene Stellen oder ein breiteres Maß der Ressourcennutzung heranziehen. Der Name „Phillips-Kurve“ bezeichnet eine Verwandtschaft der Ansätze, nicht die verwendeten Daten oder eine bestimmte Gleichung.

Warum kurzfristig ein Zusammenhang auftreten kann

Eine Erklärung setzt bei der verzögerten Anpassung von Löhnen und Preisen an. Manche Arbeitgeber passen Gehälter nur in größeren Abständen an; Verträge, Systeme und Preislisten lassen sich ebenfalls nicht immer sofort ändern. Steigt die Nachfrage, bevor alle Preise angepasst wurden, können Unternehmen mit zunächst unveränderten Preisen mehr Bestellungen bedienen und zusätzliche Beschäftigte einstellen, während andere Anbieter ihre Preise anheben. Für eine gewisse Zeit kann so die Inflation steigen und die Arbeitslosigkeit sinken. Die Federal Reserve beschreibt nominale Starrheiten als einen möglichen Mechanismus, nicht als die einzige Erklärung. {source:fedPhillipsUnstableCurve2023}

Arbeitsmarktreserven sind mehr als die Zahl der statistisch erfassten Arbeitslosen. Unternehmen können Schwierigkeiten bei der Besetzung offener Stellen haben, Beschäftigte wechseln häufiger den Arbeitsplatz oder arbeiten mehr Stunden. Auch die Produktivität beeinflusst, welcher Teil des Lohnwachstums in höhere Lohnstückkosten eingeht. Solche Faktoren prägen, wie Nachfrage auf Kosten und Preise wirkt. Die Arbeitslosenquote ist nützlich, weil sie regelmäßig gemessen wird, bleibt aber nur ein Näherungswert für den Druck auf die Produktionsressourcen.

Die Kurve behauptet nicht, dass jede neu beschäftigte Person Preise steigen lässt. Sie beschreibt einen gesamtwirtschaftlichen Zusammenhang, der beim Nachdenken über Lohnsetzung, Unternehmenspreise und Prognosen helfen kann. Ein Unternehmen kann höhere Kosten in seiner Marge auffangen, durch Produktivitätszuwächse ausgleichen oder an Kundinnen und Kunden weitergeben. Haushalte können ihre Ausgaben ändern, und die Wirtschaftspolitik kann reagieren. Jede dieser Reaktionen beeinflusst, wie sich eine Veränderung am Arbeitsmarkt in der gemessenen Inflation zeigt.

Erwartungen einbeziehen und die Gleichung lesen

Eine einfache erwartungserweiterte Variante lässt sich so darstellen:

Inflation = erwartete Inflation − β × (Arbeitslosenquote − Referenzarbeitslosenquote) + Angebotsschock

In dieser Vorzeichenkonvention ist β ein positiver Koeffizient. Liegt die tatsächliche Arbeitslosigkeit unter dem Referenzwert, ist die Klammer negativ. Wird β mal dieser negativen Lücke abgezogen, erhöht sich der Inflationsbeitrag, wenn alle anderen Faktoren gleich bleiben. Die Referenzquote ist eine Schätzung der Arbeitslosenquote, die in einem Modell mit stabiler Inflation vereinbar wäre. Sie wird nicht direkt beobachtet und ist nicht mit Sicherheit bekannt. Andere Modelle nutzen die Produktionslücke oder ein anderes Maß der Unterauslastung; auch die Abbildung von Erwartungen und Schocks unterscheidet sich. {source:frbsfPhillipsCurveBasics2008}

Nur zur Veranschaulichung: Die erwartete Inflation betrage 2,0 Prozent, die Referenzarbeitslosigkeit 4,5 Prozent, die tatsächliche Arbeitslosigkeit 3,5 Prozent, β 0,4 Prozentpunkte Inflation je Prozentpunkt Arbeitslosigkeitslücke und der Angebotsschock null. Die Lücke beträgt 3,5 % − 4,5 % = −1 Prozentpunkt. Der Beitrag der Unterauslastung ist −0,4 × (−1) = +0,4 Prozentpunkte; die Gleichung ergibt 2,0 % + 0,4 % = 2,4 % Inflation.

Nun bleiben Lücke und β gleich, aber die Inflationserwartung steigt auf 3,0 Prozent und ein hypothetischer Angebotsschock addiert 1,2 Prozentpunkte. Dann lautet das Ergebnis 3,0 % + 0,4 % + 1,2 % = 4,6 %. Das Beispiel zeigt, warum sich die Inflation nicht allein aus der Arbeitslosenquote ablesen lässt: Erwartungen sowie Angebots- und Kosteneinflüsse zählen ebenfalls. Alle Eingaben und Koeffizienten sind erfunden, um die Rechnung zu zeigen. Sie sind weder Prognose noch geschätzter Parameter oder aktuelle Daten.

Kurzfrist, Langfrist und Referenzarbeitslosenquote

Eine kurzfristige Phillips-Kurve wird für ein bestimmtes Niveau der erwarteten Inflation und andere gegebene Bedingungen gezeichnet. Steigen die Erwartungen, kann sie sich nach oben verschieben: Bei derselben Arbeitslosenquote wäre dann eine höhere Inflation möglich. Sinkende Erwartungen können die Kurve nach unten verschieben. Sie beschreibt somit Kombinationen unter bestimmten Annahmen und keinen festen Umrechnungskurs zwischen politischen Zielen. Die Federal Reserve weist darauf hin, dass Erwartungen Lohnforderungen, Unternehmenspreise, Kreditbedingungen und den Zeitpunkt von Käufen beeinflussen. {source:fedKuglerInflationExpectationsPhillips2025}

In vielen Standardmodellen mit trägen nominalen Löhnen oder Preisen verläuft die langfristige Kurve bei einer nachhaltigen oder „natürlichen“ Arbeitslosenquote senkrecht. Dahinter steht die Annahme, dass Beschäftigte und Unternehmen die laufende Inflation mit der Zeit in Lohn- und Preisentscheidungen berücksichtigen. Sobald sich Erwartungen angepasst haben, hält eine dauerhaft höhere Inflation die Arbeitslosigkeit nicht unter ihrem nachhaltigen Niveau. Das ist ein Modellergebnis unter bestimmten Voraussetzungen, kein Beleg dafür, dass die natürliche Quote genau bekannt oder die Langfristdebatte beendet wäre. {source:fedPhillipsUnstableCurve2023}

Als „natürlich“, „gleichgewichtig“ oder nicht inflationbeschleunigend bezeichnete Arbeitslosenquoten sind unsichere Schätzungen. Sie können sich mit Arbeitsmarktinstitutionen, Demografie, Vermittlungseffizienz oder Produktivität verändern. Sie sind weder eine direkte Zählung verfügbarer Arbeitskräfte noch ein Wert, der sich aus einem einzelnen Monatsbericht ablesen lässt. Wer die Referenzquote als bekannt behandelt, lässt die berechnete Arbeitslosigkeitslücke womöglich präziser erscheinen, als es die Daten rechtfertigen.

Angebotsschocks können Inflation und Arbeitslosigkeit zugleich erhöhen

Ein Angebotsschock verändert Produktionskosten oder die Menge, die eine Wirtschaft bei bestimmten Preisen herstellen kann. Ein plötzlicher Anstieg der Kosten importierter Energie kann etwa die Preise für Unternehmen und Haushalte erhöhen und gleichzeitig Produktion und Beschäftigung belasten. Dann können Inflation und Arbeitslosigkeit gemeinsam steigen. Das widerspricht dem Modell nicht: Der Schock verschiebt oder stört den kurzfristigen Zusammenhang, statt die Wirtschaft lediglich aufgrund veränderter Nachfrage entlang einer unveränderten Kurve zu bewegen.

Bei verbesserten Angebotsbedingungen kann das Gegenteil eintreten. Sinkende Energie- oder Frachtkosten, nachlassende Lieferengpässe oder höhere Produktivität können den Kostendruck mindern, während Produktion und Beschäftigung weiter wachsen. Einzelne Preise können gegenüber anderen fallen, obwohl das allgemeine Preisniveau noch steigt. Eine relative Preisänderung ist daher von breiter Inflation zu unterscheiden; der Preisanstieg eines einzelnen Rohstoffs erklärt nicht allein den Verlauf eines gesamtwirtschaftlichen Index.

Die 1970er-Jahre dienen oft als Beispiel dafür, dass Erwartungen und Angebotsschocks den beobachteten Zusammenhang verändern können. Veröffentlichungen der Federal Reserve Bank of San Francisco nennen Erwartungen und größere Angebotsschocks als mögliche Faktoren, führen aber auch weitere Erklärungen für wechselnde Muster an. Ein historischer Abschnitt hilft beim Verständnis des Modells; er beweist nicht, dass eine einzige Ursache jede spätere Entwicklung erklärt. {source:frbsfPhillipsCurveBasics2008}

Eine Ökonomin betrachtet drei abwärts verlaufende Papierbänder auf unterschiedlichen Höhen über Arbeitswelt und Markt.
Konzeptbild dafür, wie sich eine Phillips-Kurve mit den Bedingungen verschieben kann; die Bänder sind keine Daten und kein fester Zielkonflikt.

Warum die Kurve flach, steil oder uneindeutig wirken kann

Ein Streudiagramm von Inflation und Arbeitslosigkeit ergibt selten eine saubere Abwärtslinie. In den Daten können unterschiedliche Erwartungsphasen, Angebotsschocks, wirtschaftspolitische Reaktionen, Arbeitsmarktbedingungen und Konjunkturphasen zusammenkommen. Reagiert die Zentralbank auf Inflation mit einer Straffung, können sich Inflation und Arbeitslosigkeit so bewegen, dass der ursprüngliche Schock schwer zu erkennen ist. Eine einfache Korrelation zeigt für sich genommen nicht, welche Kraft welches Ergebnis verursacht hat.

Forschende müssen Inflationsmaß, Unterauslastungsvariable, Verzögerungen, Stichprobenzeitraum und Erwartungsmaß wählen. Die nachhaltige Arbeitslosenquote ist unsicher, Preise und Löhne passen sich unterschiedlich schnell an, und manche Modelle lassen die Steigung bei außergewöhnlich hoher oder stabiler Inflation variieren. Eine Analyse der Federal Reserve zur Steigung behandelt Probleme der ökonometrischen Identifikation, Befunde zu einer Abflachung vor der Pandemie und mögliche nichtlineare Inflationsdynamiken. Das sind offene Messfragen, kein Beleg für einen festen Koeffizienten. {source:fedPhillipsSlopeReview2024}

Eine flachere geschätzte Kurve bedeutet, dass eine bestimmte Veränderung des gewählten Unterauslastungsmaßes in diesem Modell oder Zeitraum mit einer kleineren Inflationsreaktion verbunden ist. Sie bedeutet nicht, dass Inflation sich nicht mehr ändern kann. In der jeweiligen Stichprobe können Erwartungen, Energie- und Importkosten, Produktivität oder Politik stärker ins Gewicht fallen. Als mögliche Erklärungen werden unter anderem verankerte Erwartungen, Strukturwandel, Messfehler bei Lücken, politische Reaktionen auf Schocks und Nichtlinearitäten untersucht. Das sind Hypothesen, die sich prüfen lassen, keine austauschbaren Tatsachen für jede Volkswirtschaft. {source:frbsfOriginalPhillipsCurve2021} {source:frbsfPhillipsCurveStressTest2019}

Lohninflation, Preisinflation und Unterauslastung unterscheiden

Vor dem Vergleich zweier Phillips-Kurven sollte klar sein, was die vertikale Achse misst. Das Wachstum nominaler Löhne ist nicht gleich Verbraucherpreisinflation. Die Lohnstückkosten hängen außerdem von der Produktivität ab: Steigt die Produktion je Arbeitsstunde, können Löhne schneller wachsen, ohne dass die Lohnkosten je Outputeinheit im gleichen Tempo zunehmen. Der Gesamt-CPI enthält Lebensmittel und Energie; Kernmaße lassen manche schwankungsanfälligen Komponenten aus. Der PCE-Preisindex hat eine andere Abdeckung und Gewichtung. Die gemessenen Raten können deshalb für denselben Zeitraum voneinander abweichen.

Prüfen Sie anschließend die horizontale Achse. Die Arbeitslosenquote erfasst Erwerbslose, die dem Arbeitskräfteangebot angehören; sie zählt nicht automatisch alle Menschen, die mehr Stunden arbeiten möchten oder die Suche aufgegeben haben. Die Arbeitslosigkeitslücke zieht eine geschätzte Referenzquote ab. Die Produktionslücke vergleicht tatsächliche Produktion mit einer Schätzung des Potenzials. Offene Stellen oder Arbeitsstunden bilden die Ressourcennutzung nochmals anders ab. Die Maße können unterschiedliche Signale liefern; zudem ändert sich eine Arbeitslosigkeitslücke, wenn die Referenzschätzung überarbeitet wird.

Klären Sie schließlich, ob die Grafik das Inflationsniveau oder dessen Veränderung, gemessene oder erwartete Inflation und welchen Zeithorizont zeigt. Eine Regression für das Inflationsniveau beantwortet eine andere Frage als ein Modell der Inflationsänderung. Übertragen Sie einen Koeffizienten aus einem Land, Zeitraum, Preisindex oder einer Gleichung nicht ohne Prüfung von Definition und Unsicherheit. Zu verwandten Kennzahlen lesen Sie den Vergleich von U-3- und U-6-Arbeitslosenquote, CPI, PCE und BIP-Deflator sowie nominalem und realem BIP.

Was die Phillips-Kurve aussagen kann und was nicht

Die Phillips-Kurve ordnet Fragen dazu, wie Arbeitsmarktreserven, Inflationserwartungen, Angebotskosten und Preisgestaltung zusammenwirken könnten. Prognostiker und politische Entscheidungsträger können sie als Teil eines umfassenderen Modells verwenden, verschiedene Spezifikationen vergleichen und prüfen, was sich ändert, wenn Schätzungen zu Erwartungen oder Unterauslastung angepasst werden. Die Federal Reserve Bank of San Francisco hat sowohl den Nutzen des Rahmens als auch offene Fragen zu seiner Interpretation und Prognoseleistung erläutert. {source:frbsfPhillipsCurveStressTest2019}

Die Kurve sagt nicht voraus, dass Inflation immer sinkt, wenn Arbeitslosigkeit steigt, dass niedrige Arbeitslosigkeit zwingend eine bestimmte Inflationsrate auslöst oder dass eine Zentralbank Arbeitslosigkeit auf Dauer durch höhere Inflation senken kann. Sie beweist auch nicht, dass ein Angebotsschock vorübergeht, Erwartungen verankert sind oder ein bestimmtes Maß der Unterauslastung das richtige ist. Dafür braucht es mehr als den Namen des Modells oder eine angepasste Linie durch historische Punkte.

Wenn jemand die Phillips-Kurve anführt, fragen Sie: Welches Inflationsmaß? Welches Unterauslastungsmaß und welche Referenzquote? Sind Erwartungen und Angebotsschocks enthalten? Welcher Zeitraum und Horizont? Handelt es sich um eine Korrelation, eine Modellschätzung oder eine Prognose, und wie unsicher ist sie? So wird aus dem vertrauten Diagramm eine überprüfbare wirtschaftliche Aussage statt eines universellen wirtschaftspolitischen Menüs.

Häufige Fragen

Q1Führt eine niedrigere Arbeitslosigkeit immer zu höherer Inflation?

Nein. Ein angespannter Arbeitsmarkt kann unter bestimmten Bedingungen den Preisdruck verstärken. Inflation hängt jedoch auch von Erwartungen, Angebotsschocks, Produktivität, Preisgestaltung und Geldpolitik ab. In einer bestimmten Stichprobe kann der Zusammenhang schwach, verzögert oder verdeckt sein.

Q2Kann eine Zentralbank die Arbeitslosigkeit dauerhaft senken, indem sie höhere Inflation hinnimmt?

Nicht im üblichen erwartungserweiterten Ansatz. Berücksichtigen Beschäftigte und Unternehmen die höhere Inflation in Löhnen und Preisen, kann sich die kurzfristige Kurve verschieben, während sich die Arbeitslosigkeit wieder einem nachhaltigen Niveau nähert. Dieses Niveau ist unsicher geschätzt; die Kurve ist keine präzise Regel für die Geldpolitik.

Q3Ist die Phillips-Kurve immer ein Diagramm von CPI-Inflation und Arbeitslosigkeit?

Das ist eine mögliche empirische Variante, aber nicht die einzige. Die ursprüngliche Studie betrachtete Lohnwachstum und Arbeitslosigkeit; spätere Fassungen verwenden Verbraucherpreise, Erwartungen und verschiedene Maße der Unterauslastung. Prüfen Sie Achsen, Zeitraum und Modell, bevor Sie eine Grafik deuten.

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Was bewirkt eine negative Arbeitslosigkeitslücke im erwartungserweiterten Beispiel, wenn β positiv ist und β mal der Lücke abgezogen wird?

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